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Tecklenburg, Ev. Kirche Brochterbeck

Ev. Kirche Brochterbeck (Tecklenburg)

Bereits 1150 wird Brochterbeck urkundlich erwähnt. Die alte Dorfkirche geht in ihren Ursprüngen auf eine kleine Kapelle zurück, an deren Stelle um 1230 oder etwas später eine Kirche im romanischen Stil erbaut wurde. Urkundlich wird sie als Pfarrkirche aber erst 1320 bezeugt.

Vor 1430 zerstörte ein Brand die romanische Kirche, die man dann gotisch umbaute. Die ursprüngliche Holzdecke wurde durch ein zweijochiges Gewölbe mit Rippen auf Konsolen und Schlusssteinen ersetzt. Das Kirchenschiff erhielt die Stützpfeiler. Die Seitenmauern wurden erhöht, und man zog eine Keilschicht ein, da die Kirche sich an der Turmseite um rund 40 cm gesetzt hatte. Die Fenster erhielten ihre gotische Spitzbogenform, der Altarraum, bisher nur in leichter Wölbung ausgeführt, wurde stark vergrößert.
 
 Der Turm hat seine heutige Gestalt nach einem schweren Sturm im Jahre 1703 erhalten, bei dem der ursprünglich doppelt so hohe Helm abgerissen wurde. Vermutlich wurde damals auch die Außenverkleidung mit den Schalllöchern erneuert.

In den Jahren nach 1860 erhielt die Kirche ein neues Gestühl, die Kanzel wurde von der Südwand in die Mitte hinter den Altar gerückt. Das Taufbecken hatte früher vor dem Altar gestanden und befindet sich jetzt rechts davon. Der Haupteingang wurde von der Süd- auf die Nordseite verlegt.

Um 1890 ersetzte man die einfarbigen Fenster durch Buntglas, über der Seiteneingangstür wurde das Wappen Luthers angebracht: eine Rose und ein rotes Herz mit schwarzem Kreuz. Acht dreiarmige Wandleuchter und der Kronleuchter, zwei Altarleuchter und eine silberne Abendmahlskanne wurden gestiftet bzw. angeschafft, eine neue Uhr kam auf den Turm. Und im Winter 1897/98 wurde die Kirche zum ersten Mal mit zwei großen irischen Eisenöfen beheizt, die bis 1949 ihren Dienst taten. Einer stand dort, wo die heutige Presbyterbank ist, der andere an der ehemaligen Südtür, wo sich jetzt die Sakristei befindet.

War die Kirche zunächst weiß gestrichen, erhielt sie 1902 eine farbige Ausmalung. Während des Zweiten Weltkrieges wurden bei Bombenangriffen die Fenster waren zersplittert, Turm und Dach abgedeckt. Der Turmraum diente als „Kohlenkeller“ 1947 wurde der Anstrich erneuert, später eine elektrische Heizung eingebaut.

Ebenfalls konnte der Turm neu gedeckt werden und vier Fenster des Schiffes wieder mit Buntglas versehen werden, eine neue Glocke und ein elektrisches Läutewerk wurden angeschafft. 1963 wurde der Turm neu mit Schiefer gedeckt und eine neue Turmuhr eingebaut, zwei Jahre später erfolgte eine Neuverglasung der Fenster. 1964 stieß man bei der Ablösung des Anstriches an der Decke des Schiffes auf Reste von Fresken, die etwa 500 Jahre alt waren und im 16. Jahrhundert übermalt worden waren. Aus Kostengründen wurden sie fixiert und erneut übermalt.

Eine große Renovierung musste ab 1992 durchgeführt werden, weil die Sicherheit der Kirche nicht mehr gewährleistet war. Eine Heißluftanlage wurde eingebaut, Turm, Glockenstuhl und Glocken, Kirchenschiff und Dach gründlich saniert. Nachdem der Innenanstrich erfolgt war, wurde die Kirche am 1. Advent 1997 wieder eröffnet.

Adresse der Kirche:

Dorfstraße 36
49545 Tecklenburg

Ansprechpartner:

Ev. Kirchengemeinde Tecklenburg , Pfr. Erich Schwager, Ledder Dorfstraße 66a, 49545 Tecklenburg-Ledde, Tel. 0 54 82 / 10 78

Angebote:

Blumenschmuck, ansonsten wirkt der schlichte Raum der reformierten Dorfkirche

Materialien:

Gesangbücher liegen aus, Faltblatt zur Geschichte der Kirche und Ausstattung (auch in niederländisch), aktuelle Informationen, Zeitschriften, Gemeindebrief (auch von der kath. Gemeinde)

Öffnungszeiten:

Beginn der Osterzeit bis Ende der Herbstferien, Montag bis Sonntag, jeweils 10.00 bis 18.00 Uhr und darüber hinaus. Geschichte der Ev. Kirche Brochterbeck

Kanzel in der Ev. Kirche Brochterbeck